Rosenmontag

d'r Zoch kütt

Am Rosenmontag findet der große Rosenmontagszug statt. Für die Kölner heisst er schlicht "d'r Zoch". Bis zu einer Million Zuschauer stehen dann an den Straßen, wenn über 10.000 Teilnehmer, als Fußgruppen, auf Pferden und auf ca. 100 Prunk- und Persiflagewagen, sich durch die Kölner Innenstadt schlängeln. Dieses Jahr soll der Zug um 10:30 Uhr am Chlodwigplatz starten. Die Wagen und Gruppen haben sich dann meist schon in aller Frühe Stunden zuvor kilometerlang auf der Bonner Straße und innerhalb der Seitenstraßen der Südstadt aufgestellt. Sie werden in den folgenden Stunden nach und nach am Chlodwigplatz in den Zug eingefädelt. Der Zug wird dieses Jahr eine Gesamtlänge von ca. 7 Kilometer haben. Für den 6,5 Kilometer langen Weg, den er mit einigen Windungen bis zur Mohrenstraße zurücklegt, wird er über vier Stunden benötigen.

Viele Kölner beginnen das Feiern und Zoch-Gucken am Rosenmontag am Chlodwigplatz, und schauen sich hier einen Gutteil des Zuges an. Nach 2, 3 Stunden wechseln einige dann in Richtung Innenstadt, dahin, wo die Zugteilnehmer vom Zuganfang gerade erst ankommen. So stellt man als mitfeiernder Zuschauer sicher, möglichst lange am lebendigen Zuggeschehen teilzunehmen. Meist treffen bei einem solchen Vorgehen mehrere Freundeskreise oder zum Beispiel zuvor getrennt ausgegeangene Männer- und Frauengruppen zusammen.

Auf dem Rosenmontagszug werden massenhaft "Kamelle" und "Strüßjer" geschmissen; wobei sich die Wurfmaterialien allerdings heutzutage nicht auf Bonbons (entspr. "Kamelle") und Blumensträußchen (entspr. "Strüßjer") beschränken, sondern man fängt hier alles, was nicht allzu gefährlich durch das Werfen wird:  von kleinen (einzeln abgepackten) Blutwürsten, über Gummibälle bis hin zu Putzschwämmen.

Es ist immer darauf zu achten, einen ausreichenden Abstand zu den vorbeirollenden Zugwagen zu halten, um nicht unter die Räder zu kommen.  Das passiert schneller, als einige denken. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Fahrer des jeweiligen Wagens eine sehr eingeschränkte Sicht hat und oft gar keinen Sichtkontakt im Bereich der Fahrzeugreifen (oft: Trecker) hat. Bei schweren Unfällen werden leider immer wieder Menschen getötet, vor allem Kinder, die unachtsam vor die riesigen Reifen rennen, um ein Bonbon o.ä. vor dem Überrollen zu retten.

Um eines der begehrten Blumensträußchen zu ergattern, sollte man die vorbeiziehenden Zugteilnehmer mit dem Ausruf "Strüßjer" lauthals auf sich aufmerksam machen. Dabei muss man natürlich auch "nett laache". Ohne Spass und Freud' und ihren ganz offensichtlichen Ausdruck, geht sowieso nichts im Kölner Karneval.

Und nach dem Zug geht's in die nächste Kneipe. Hier wird weiter gesungen und getanzt und geschunkelt. Und das eine odere andere Kölsch "verkonsumiert".

Feiern am Rosenmontag ist oft sehr heftig. Es ist unbestritten der Höhepunkt des Straßenkarnevals. Gerade für viele Zugereiste stellt dieser Tag den einzigen dar, an dem man in Köln ist, und da will man's dann aber auch richtig krachen lassen.

Kurz: Morgens / Mittags Rosenmontagszug gucken, z.B. am Chlodwigplatz, danach in die Kneipe, zum Beispiel ins Opera auf der Alteburger Straße.

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