Konfetti; drei mal Kölle, Allaaf!
 

Kostüme

6 Tipps und Ideen für fachgerechtes Kostümieren

1. Rheinländer und sogar Westfalen, Zugezogene und Abgewanderte, Narren und Karnevalisten wissen: Karneval ohne Kostüm ist wie der Papst ohne Kreuz. Vernünftige Karnevalisten planen das Kostüm deshalb bereits Monate vor Weiberfastnacht.

Die Wahl und termingerechte Besorgung des Kostüms ist für jeden Kölner im Karneval also eine ganz sensible Frage. Und es gibt diverse Fettnäppchen, die es zu umgehen gilt.

2. Es werden alle einschlägigen Karnevalsläden durchstöbert. Manch ein Film wird auf der Suche nach Anregungen durchsucht (z.B. „Fluch der Karibik“, siehe so mancher Piratenkostüm-Träger). Und es wird mit Freunden und Bekannten ausgiebig über die passende Kostümierung diskutiert.

Grundsätzlich gilt es, jede erdenkliche Inspirationsquelle, die zur Verfügung steht, nutzen, samt eigener Kreativität, um die fachgerechte Planung des Kostüms sicherzustellen.

3. Kinder haben es leicht, denn sie wissen meist genau was sie wollen: Sie fordern von Mutter und Vater einfach das Kostüm ihrer Wahl, z.B. ein Spiderman-Kostüm oder Hulk. Mädchen wollen sich häufig auch als Prinzessin kostümieren.

Eltern sind dabei sofort im Zugzwang, ohne passendes Kostüm droht die karnevalistische Katastrophe. Deshalb gilt: Kinderwünsche zum Karnevalskostüm möglichst frühzeitig erfüllen. Denn ein unzufriedenes Kind ist an Karneval so ziemlich genau das, was kein Elternteil gebrauchen kann.

4. Kostümierung ist nicht die ganze fünfte Jahreszeit hindurch angesagt und dann etwa auch noch während der Arbeitszeit, wie es heute mancherorts fälschlich gelehrt wird.

Passende Termine sind: der 11.11. (zum Beispiel auf dem Alter Markt in Köln, jedenfalls wenn man besonders jeck ist), Weiberfastnacht, Karnevalsfreitag (zumindest in Hochburgen, also in Köln), Karnevalssamstag, Karnevalssonntag, Rosenmontag und der Karnevalsdienstag.

Kostüme trägt man also an ausgewählten Tagen der Session und auf Karnevalssitzungen.

5. In den Kneipen und auf Karnevalssitzungen ist es oft sehr heiß, ein luftiges Kostüm daher ein Muss. Auf dem Rosenmontagszug ist es im Gegensatz dazu sehr kalt. Daher werden dort “heisse“ Kostüme nicht nur von der Damenwelt getragen.

Wichtig ist es also auch, aus diesen praktischen Gründen bei der Kostümwahl zwischen draußen und drinnen zu unterscheiden.

Denkbar, und von Profis durchaus praktiziert, ist es auch, die Kostümierung nach dem Zwiebel-Prinzip anzulegen: Kostümierende Kleidungselemente, die je nach Temperatur Schicht für Schicht abgetragen werden können.

Fallbeispiel:  Kostüm in 5 wärmenden Schichten, wird bei -4 Grad Celsius draußen getragen. Dann: Einkehr in die Kneipe opp d'r Eck (dies jetzt nicht als Name der Eckkneipe, sondern als Stellvertreter für jede durchschnittlich besuchte Kölschbar während der tollen Tage).

1. Schicht ablegen: beim Betreten der Kneipe. 2. Schicht ablegen: nach dem ersten Durchkämpfen zur Theke und erfolgreicher Rückkehr mit einer Runde Kölsch. 3. Schicht ablegen: nachdem man etwas geschunkelt hat. 4. Schicht: wird nur beim Tanzen abgelegt, darunter i.d.R. buntes oder angemaltes T-Shirt und leichte Stoffhose oder Rock. Achtung: Diese Schicht nicht ablegen. Und sich von niemandem ablegen lassen. Wenn doch: Dann wenigstens nicht hier in dieser Kneipe.

6. Es empfiehlt sich, für jeden Tag des Straßenkarnevals ein wechselndes Kostüm zu verwenden, nicht zuletzt um bereits am Vortag gemachte Bekanntschaften mit Witz und Charme jeden gefeierten Tag aufs Neue zu überraschen.

Beliebte Kostüme sind in den letzten Jahren das des Cowboy und Indianers, der Lappenclown, Clown-Kostüm ganz generell, aber auch das streitbare Nonnenkostüm sieht man immer häufiger. Auch das Proll-Kostüm ist ganz klar im Kommen, mit langhaarigen Perücken, Sonnenbrille und dazu fett Karnevalsschminke.

Auf den folgenden Seiten stehen Ihnen weitere Informationen in Form von Steckbriefen zu einzelnen Kostümvarianten zur Verfügung, damit Ihnen bei der fachgerechten Ausrüstung für die tollen Tage nichts mehr im Wege steht.

Luftschlangen; Fassenacht Helau!
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